#nowreading Jonathan Safran Foer: Tiere essen

Category: Abenteuer

Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger. Life of Pi.

Posted on März 5th, by Frau Erdnussbutter in Abenteuer, Amerikanische Literatur, Rezension. No Comments

Grausam und gewitzt zugleich. Ein Buch, das man nicht eher aus der Hand legt, als bis man die letzte Seite erreicht hat.

Was schreibt man zu einem Buch, das gerade erst kürzlich durch seine Verfilmung die Kinokassen erbeben ließ und in allen Medien bereits von allen Seiten beäugt wurde? Zuerst einmal muss ich wohl ein Geständnis loswerden: Ja, ich habe das Buch erst nach dem Film gelesen. Und, ja, ich hatte zuvor nicht einmal den Hauch einer Ahnung von seiner Existenz.

In den Film musste ich fast gezerrt werden, denn der (völlig falsch inszenierte) Trailer hatte in mir böse Zweifel geschürt, einem Bollywoodklischeestück aufzulaufen, voller Airbrush-Technik und Fantasiegestalten, die sich halluzinogen am nächtlichen Ozeanhimmel auftürmen. Doch dann war ich angenehm überrascht, von einem amelieartigen Auftakt, einer spannenden Geschichte und einer interessanten Moral. So sehr, dass ich unbedingt das Buch lesen wollte.

Piscine nennt sich kurz Pi. Dieses “nennt sich” ist nicht eine Floskel, sondern bitterer Ernst – rezitiert er doch bei jeder Kassenvorstellung unendliche viele Nachkommastellen derselbigen Zahl, um seinen Mitschülern die Kurzform einzuhämmern. So klar die Vorstellungen von seiner Namensgebung sind, für eine Religion mag sich Pi nicht entscheiden. So ist er praktizierender Moslem, Buddhist und Christ und zieht aus allen Glaubensrichtungen … Read More »


Jonas Jonasson: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Posted on Oktober 2nd, by Frau Erdnussbutter in Abenteuer, Biografie, Generationenbuch, Lieblingsstücke, Rezension. 4 comments

Viele besondere Sätze, viele Lachtränen, viele unvergessliche Lesemomente. Endlich ein Schwede, der sein Buch zwar auch mit Toten spickt, aber dabei auch witzig bleibt. Man sieht es wieder: Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst. Und Jonas Jonasson.

Als ich in diesem Buch die ersten Seiten las, war sofort klar: Das ist sie, meine zweiunfünfzigste Rezension und damit das Ende meines ersten Blogjahres. Schon vom ersten Satz an war ich verliebt. Verliebt in diesen charmanten und vor Leben sprühenden Hundertjährigen, verfallen der einfach-zauberhaften Sprache mit der Jonas Jonasson einen sofort einfängt.

Allan Karlsson steigt eines Tages in die Blumenrabatte und verschwindet, denn jetzt hat er wirklich genug. Da ist Schwester Alice, die mit harter Hand das Altenheim regiert und ihm wie allen Menschen, die einem guten Schnaps abgeneigt sind, nicht so recht geheuer ist. Außerdem will es mit dem Sterben auch nicht so recht klappen und schließlich war sein Leben so spannend, dass das gemächliche Verrotten an einem solchen Ort gar nicht erst in Frage kommt.

So macht sich unser Titelheld auf den Weg und das Abenteuer folgt diesem Glücksritter prompt auf den Fuß. Dabei spielen ein Koffer, randvoll mit 50 Millionen schwedischer Kronen, ein paar minderbemittelte schwedische Mafiosi, ein sympathischer Betrüger von jugendlichen … Read More »


Gregory David Roberts: Shantaram

Posted on August 4th, by Frau Erdnussbutter in Abenteuer, Biografie, Rezension. 1 Comment

Bollywood in Schriftform: Eine Ode an Indien, das Leben und echte Freundschaften.

Die erste Euphoriewelle, in der ich das Buch schon unzählige Male weiterempfohlen habe, lässt leider nach einigen Kapiteln nach und man sehnt schon fast das Ende herbei. Das ist dann, verglichen mit dem Rest des Buches, recht glanzlos.

Doch es bleibt auch die Erinnerung an die erste Hälfte, die wirklich großartig ist, dichtgepackt mit einem bildhaften, sehr bunten Indien – allein deswegen lohnt es sich, in Shantaram hineinzutauchen.

Die Lage scheint aussichtsslos für den jungen Protagonisten, als er nach mehreren Raubüberfällen zu 19 Jahren Hochsicherheitsgefängnis in Australien verurteilt wird. Doch die Geschichte beginnt erst später, nach einem spektakulären Ausbruch, mit dem er Australien und sein Leben als Heroinsüchtiger weit hinter sich lässt – vor ihm eine der faszinierendsten Städte der Welt, Bombay.

“Ich bin Franzose”, antwortete er, “ich bin schwul, jüdisch und kriminell. Bombay ist der einzige Ort, wo ich das alles zugleich sein darf.”

Allein auf sich gestellt, aller Mittel ledig, bleibt ihm nichts anderes übrig, als Slumbewohner zu werden. Schon bald zeigt sich, dass verborgenen Fähigkeiten in ihm schlummern. ersten Schritten trifft er auf Prabaker, der bald zu diesem klassischen loyalen Gefährten wird, schon oft in der Literatur gesehen, ob er nun Samweis, … Read More »