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Miriam & Ezra Elia: Das Tagebuch von Edward dem Hamster, 1990 – 1990



Die ganze Dramatik von Shakespeare, große Liebe, herbe Enttäuschungen und existenzielle Philosophie… alles in einem kleinen Buch, das ich euch hiermit wärmstens ans Herz lege.

Heute möchte ich eine Rezension über dieses wunderbare Büchlein schreiben, das mir gestern in die Hände fiel und mehr als ein hervorragendes Betthupferl wurde. (Anm. d. Red.: Und das in der Geschenkeabteilung, wo doch jeder weiß, dass die Literatur hier auf dem Boden des Niveaus kratzt. Es geschehen noch Wunder.)

Edward ist eine tragische Persönlichkeit. Eine Tragik, die ihn weiß Gott wohin geführt hat. Übrig geblieben ist auf jeden Fall nur sein Tagebuch, in dem wir nun das Vergnügen haben, zu schmökern.

Edward ist ein großer Denker und wie es so bei diesen Ego-Philosophen ist, setzen ihm Gitterstäbe, ob real oder metaphorisch, arg zu. So philosophiert, leidet, dramatisiert, verleugnet und euphorisiert Edward munter in seinem kurzen Leben und auf diesen wenigen Seiten. Und es ist ein ganz herausragendes Vergnügen ihm dabei zu folgen.

Edward ist ein Hamster, aber kein gewöhnlicher.

Neben seinen Tagebucheinträgen verblasst jeder ambitionierte Twitter-Philosoph. Genau genommen ist Edward Shakespeare in Kurzform, perfekt verdichtet. Ich muss zugeben, dass es schon lange kein Buch mehr geschafft hat, mich in so kurzer Zeit zu Lachen, Schmunzeln und Beileidsbekundungen zu bringen.

Edward ist alles andere als ein belangloses Buch. Schmeißt euren Precht und Hirschhausen weg, hier steht alles, was ihr über das Leben wissen müsst.

Der besondere Satz:

“Existieren – warum?”





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