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Tag: Haruki Murakami

Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte

Posted on März 2nd, by Frau Erdnussbutter in Drama, Gegenwartsliteratur, Japanische Literatur, Liebesgeschichte, Poesie. 2 comments

Eine lange Novelle, die auch heute noch Gegenwarts- oder sagen wir Zeitlosliteratur ist. Für alle, die in Murakamis Wurzeln schwelgen möchten.

Gefährliche Geliebte durfte ich glücklicherweise in einer der schönsten Gegenden unserer Erde lesen. In die Szenerie von Palmenrauschen, Sonnenuntergang und Meeresduft hat dieses leichte, galante Werk ein kleines besonderes Etwas gebracht.

Das ganze Buch ist wie eine lang währende Kurzgeschichte, ein schattenhafter Schemen im Leben des Protagonisten, der in eine entscheidende, bedeutungsvolle Wende mündet.
Hajime hat schon in frühen Jahren eine schicksalhafte Begegnung in Gestalt eines hinkenden Mädchens. Shimamoto wird seine Kindheitsfreundin mit der ihn ein schwer fassbares Band verbindet. Eine Freundschaft, die nach seinem Umzug an einer unbarmherzigen Entfernung zerbricht.
Hajimes Leben nimmt seinen eigenen Gang, vorbei an ersten Liebschaften über eine halbherzige Ehe hin zu einer erfolgreichen Selbständigkeit als Barbesitzer. Diesen Schauplatz, untermalt von Ellingtons Star-crossed Lovers betritt Shimamato, aufrecht gehend und wunderschön. Wie zu erwarten, gerät damit Hajimes Leben aus den Fugen.

Eine Handlung, die eigentlich keine besondere ist. Doch was das Buch zu etwas besonderem macht, ist nicht der Inhalt, sondern die Weise, wie er Form annimmt. Dabei schwelgt Murakami nicht unbedingt in einer unerträglichen Blumigkeit, sondern zelebriert vielmehr eine minimalistische Art der Beschreibung. Nur bestimmte Facetten fasst er in Worte, … Read More »


Haruki Murakami: Kafka am Strand

Posted on September 15th, by Frau Erdnussbutter in Entwicklungsroman, Japanische Literatur, Lieblingsstücke, Rezension. 2 comments

Ein Bildungsroman, der losgelöst von Zeit und Ort, seinesgleichen in der Weltliteratur sucht. Die unfassbar schöne Suche des jungen Kafka Tamura nach sich selbst.

Endlich ist es soweit, auch ich habe endlich ein Murakami-Buch in die Hand genommen. Was habe ich schon alles Faszinierendes über diesen japanischen Wunderautor gehört und da ich japanischer Literatur, wie Banana Yoshimoto, nicht abgeneigt bin, war es also nur eine Frage der Zeit (und des Urlaubs).

Gleich zu Beginn der Lektüre hat mich Herr Murakami vor eine Aufgabe gestellt – nicht jede zweite Seite verzückt mit einem Eselsohr zu versehen. Denn, mein lieber Mann, diese Sätze sind gewaltig. Mit schierer Buchstabenkraft und eloquenter Poesie quellen sie aus jeder Seite hervor. Meine Skespsis, möglicherweise einem japanischen Konsalik aufzusitzen, legte sich sehr bald.

Er schreibt recht nüchtern, in schlichten Sätzen, und erst nach einiger Zeit geht einem auf, dass Haruki so die richtige Balance zwischen sphärischer Poesie und packender Erzählung findet. So schafft er es auch, dass ich zum ersten Mal nicht genervt bin von Beschreibungen der Essensaufnahme und -besorgung, nein, sie vielmehr als wichtigen Part der Erzählung betrachte. Mit solchen kleinen Kunstgriffen lässt Murakami die Geschichte zwischen den dichten … Read More »