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Hermann Hesse: Siddharta

Posted on Oktober 31st, by Frau Erdnussbutter in Rezension. No Comments

Sieben Jahre ist es her, dass ich Hesses wohl östlichstes Werk mit Umschlag und Fasern verschlungen habe. Dementsprechend kann man sich vorstellen, dass mir schon etwas bang davor war, entzaubert zu werden. Denn in all den Jahren war mir der der Siddharta als vollkommenes, poetische Werk in Erinnerung geblieben.
Und wir wissen ja alle: früher war immer alles besser.
 Zu meinem Glück hatte Hesse kein bisschen an Magie verloren und nachdem ich mich die ersten Seiten tatsächlich wegen der allzu blumigen Sprache fremdschämte, schämte ich mich am Ende eher vor meinen kindischen Berührungsängsten mit schöner Sprache. Die ich als solche nicht gleich entlarvt hatte.

Trashfernsehen und bunte Gegenwartsliteratur setzen das Mindesthaltbarkeitsdatum des eigenen Sprachgefühls ganz ordentlich herab.

Inmitten den bis dahin größten Turbulenzen, in denen sich die westliche Welt damals befinden konnte, nach einem Weltkrieg, völlig beschäftigt mit sich selber, setzte sich Hermann hin und schuf etwas, das aus einer ganz anderen Welt stammte. Trotzdem gelang es ihm, eine Brücke zwischen fernöstlicher und westlicher Kultur zu schlagen und ein universales Gedicht über das Leben an sich zu schaffen.

Er schrieb über einen Buddha, der nach Meinung vieler, näher an die Idee des echten Buddhas herankommt als der historische Buddha selber.

Tatsächlich erging es ihm ein wenig … Read More »