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Tag: Jane Austen

Charlotte Brontë: Jane Eyre

Posted on Januar 2nd, by Frau Erdnussbutter in Englische Literatur, Rezension. No Comments

Jane ist Schuld daran, dass ich meinem Buchprojekt etwas Flexibilität aufzwingen musste. Zwei Wochen statt einer wechselte ich zwischen Thornfield Hall und der Stuttgarter U-Bahn, zwischen dem grimmig-düsteren Edward Rochester und Adventsstimmung. Und musste dafür in der folgenden Woche doppelt so schnell lesen. Aber, es hat sich gelohnt.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Gedanke an Geschlechtergleichstellung noch kaum mehr als eine vage Schimäre war, veröffentlichte Currer Bell die Geschichte von Jane Eyre.Jane ist nicht besonders hübsch, oder ansehnlich, dazu eine arme Vollwaise und äußerst stur. Weit davon entfernt, eine gute Partie zu werden. Kaum hat sie ihre gequälte Kindheit in der Pflegefamilie überlebt, nimmt sie trotzig das Steuer selbst in die Hand und wird Gouvernante und damit endlich unabhängig. So kommt sie schließlich nach Thornfield Hall und trifft auf Mr. Rochester, die unbändige Grimmigkeit in Person und, wie sich bald herausstellen wird, ihr Schicksal.
Jane Eyre ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und lässt tief blicken, in das stille Wasser Jane. Äußerlich stoisch, mit einem trockenen Humor gesegnet und sehr geduldig, sieht es innerlich oft ganz anders aus. Bald merkt Jane, dass sie für den viel älteren Edward deutlich mehr empfindet, als man dass in einem Arbeitnehmer-Arbeitgeberverhältnis erwartet. Die Ränke beginnen. … Read More »


Jane Austen: Verstand und Gefühl.

Posted on September 26th, by Frau Erdnussbutter in Rezension. No Comments

Serviert mit: Englischem Teegebäck

Dazugehört: Edvard Grieg

Oh ja, ich hab es geschafft.

Und Miss Austen auch. Sie hat mich heute morgen noch in der U-Bahn die letzten Seiten lesen lassen.
Ich muss gleich vornweg sagen: Emma gefiel mir besser. Ob das wohl daran liegt, dass Jane damals schon älter (und stilsicherer) war?

Bei Verstand und Gefühl musste ich mich streckenweise durch Beschreibungen von vertrackten Gemütszuständen und Gesellschaftsbeschreibungen quälen, bis wieder ein Austentypischer Lichtblick auftauchte. Dann aber richtig.

Es ist einfach herrlich, zu lesen wie Marianne den gleichen Naivitäten unterliegt, wie jede Pubertierende heute auch. Außerdem sind ihre Protagonistinnen nicht gerade auf den Mund gefallen. Wie da ganz wortgewandt fiese Spitzen verteilt werden, ist ein Spaß für sich. Eloquent beleidigen, da kann man bei der feinen britischen Dame noch so einiges lernen.

Am Ende siegt der Verstand und beide Schwestern heiraten die vernünftigste Variante. Da kommt mir ein bisschen das große Gähnen. Ich will mehr Scarlett! Mehr Bridget!

Zusammengefasst, eine Geschichte um zwei Lieben, wie sie wahrscheinlich jedes große Mädchen selber schon erlebt hat. Kann man lesen, muss aber nicht.

Übrigens habe ich jetzt endlich mal Emma, den Film angeschaut – und war “in höchstem Maße entzückt” über die junge Miss Paltrow. Definitiv etwas für lange Winterabende.