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Tag: Zamonien

Walter Moers: Rumo

Posted on August 7th, by Frau Erdnussbutter in Deutsche Literatur, Fantasy, Lieblingsstücke, Rezension. 2 comments

Wer hätte gedacht, dass eine der schönsten Liebesgeschichten aus der phantastischen Ecke kommt? Der Shakespeare des Fantasy, Walter Moers, bringt alles was dazugehört in seinen Zwei-Welten-Epos ein: Gnadenlose Brutalität, loyale Freunde und leichtsinnige Heldentaten. Natürlich alles im Zeichen der Liebe.

Wer Den Blaubär gelesen hat, kennt ihn schon, Rumo, den schweigsamen und gefährlichen Wolpertinger.  Jetzt erzählt Moers seine fabelhafte Geschichte. Wie sollte es anders sein, dieses zum Kampf geborene Wesen hat einen besonders weichen Kern und eine herzerweichende Kindheit. Der Bauernhof, aus dem ihn schon Blaubär auf spektakuläre Weise vor dem Erdrücken durch einen riesigen Bollogghintern errettete, ist der Anfangsschauplatz. Der putzige, kleine Wolpertinger meint erst allein zu sein, wird dann jedoch binnen kürzester Zeit mit den anderen Bauernhofbewohnern von Zyklopen in Säcke gestopft.

Brisantes Material um eine packende Geschichte zu beginnen und Moers lässt sich tatsächlich nicht lumpen. Denn auf den Teufelsfelsen begegnet Rumo Smeik, einem Vertreter der Haifischmaden – unfassbar seltsam anzuschauen, unendlich schlau und mit einer Menge krimineller Energie – der sofort das Potential des weißfelligen Kämpfers erkennt, ihn von den wandernden Teufelsfelsen zu retten. Immer wieder tauchen Smeik und seine Artverwandten in Moers Zamonienromanen auf und sie sind wie immer ein Garant für unvorhergesehene Ereignisse (mit nicht immer glücklichem … Read More »


Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär

Posted on August 2nd, by Frau Erdnussbutter in Fantasy, Lieblingsstücke, Rezension. 7 comments

Blaubären leben gern auf großem Fuß und das am besten gleich siebenundzwanzigmal. Fantast Walter Moers nimmt uns mit auf eine unglaublich unterhaltsame Reise durch die ersten 13 1/2 Leben des Blaubären, die einen Spannungspunkt an die nächste Lachkaskade reiht.

Wer weiß, wie wenig lustig ich Käpt’n Blaubärs Fernsehauftritte früher fand, den mag es nun wundern, dass ich eine flammende, glühende, lodernde Verehrerin seiner Wortwerdung geworden bin.

De facto ist der blaue Band auch der erste Zamonienroman, den ich von Moers gelesen habe, auch wenn er selbst schon vorher mit Ensel und Krete hineingetaucht ist. Nach Wilde Reise durch die Nacht war ich überraschend angefixt von seiner endlos sprudelnden Kreativität und seiner Wortgewandheit, die den Bonker und das Kleine Arschloch weit hinter sich lässt.

Der Bär ohne Namen erlangt sein erstes Bewusstsein in einer Nussschale, selbstredend auf hoher See. Als er von Zwergpiraten “adoptiert” wird, hat er bereits mehr Abenteuer hinter sich, als manche Spannung im ganzen Leben.
Doch das ist erst der Anfang.

Verhuschte Schrecksen, intrigante Stollentrolle, einäugige Riesen, haarige Berghutzen und nicht-so-simple Gimpel begleiten seine Reise durch den wohl spannendsten Kontinent dieser Galaxie und nebenbei durch ein paar andere Dimensionen. Als grandioses Finale über mehrere Akte mündet die Geschichte im legendären Atlantis, das Geschichtenerzähler … Read More »


Walter Moers: Die Stadt der träumenden Bücher

Posted on Januar 7th, by Frau Erdnussbutter in Fantasy, Lieblingsstücke, Rezension. 2 comments

Hier kommt es, das letzte Pflichtstück – zwischendurch gelesen, weil Jane Eyre mein Buchprojekt etwas aus dem Takt gebracht hat.

Ein bisschen habe ich ja Angst vorm Sterben. Es könnte ja sein, dass es auf der anderen Seite keine Bücher gibt. Und dann werde ich mich bis in alle Ewigkeiten ärgern, dass ich so einige nicht mehr lesen konnte.
Doch manchmal bedaure ich es fast noch mehr, dass ich so manches Buch nicht noch ein zweites Mal lesen kann.

Das wird mir zumindest bei Der Stadt der träumenden Bücher nicht mehr passieren. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es mir ein Jemand auf irgendeinem Bahngleis in Deutschland überreicht hat. Und seitdem begleitet es mich, mit all seinen Eselsohren und den nicht ganz so schönen Kaffeeflecken.

Als ich es neulich wieder in der Hand hatte, fiel mir auf, dass es tatsächlich anders ist als das zweite Buch, Das Labyrinth der Träumenden Bücher. Das war besonders leicht und schnell gelesen, der Erstling jedoch hat ordentlich Gehalt.
Es ist so, als würde man Den Herr der Ringe vor Dem kleinen Hobbit lesen. Oder eine hauchfeine Tomatenessenz mit deftiger Linsensuppe vergleichen.
Was jedoch nicht heißt, dass es schwer zu lesen war. Es könnte nur sein, dass man … Read More »


Walter Moers: Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Posted on November 6th, by Frau Erdnussbutter in Fantasy, Rezension. 1 Comment

Ich habe das perfekte Buch gefunden.

Kennt ihr das, wenn man sich wünscht, ein Buch würde nicht aufhören? Eben das ist mir mit dem Labyrinth der Träumenden Bücher passiert. Als ich es zum ersten Mal in der Hand hielt, verspürte ich schon ein leises Bedauern, dass es wieder nur ein durch zwei Buchdeckel begrenztes Vergnügen sein würde. Schnell zu Ende (verflucht sei meine angeborene Lesegeschwindigkeit) und wieder würde es Monate, wenn nicht Jahre dauern bis ein neuer moersscher Erguss meine Lachmuskeln strapazieren würde.

Aber diesmal war es anders.
Schon nach zwei Dritteln des Buches ergriff mich eine leichte Unruhe.

Hildegunst von Mythenmetz, bereits der Held des ersten Buches (Die Stadt der Träumenden Bücher) war nach 200 Jahren (Lindwurmbonus!) wieder in besagte Stadt zurückgekehrt, die sich wie ein Phönix aus der Asche erhoben hatte. Schöner, spektakulärer und größer als jemals zuvor.

Wer das erste Buch kennt, erinnert sich daran, dass die ganze Stadt mitsamt ihren bibliophilen Einwohnern, Winkelgassen und Antiquariaten vom brennenden Schattenkönig in Flammen gesetzt wurde. Aufgrund eines Briefes, der den, zu einem alten, bequemen Sack mutierten Hildegunst aufrüttelte, betrat er zum ersten Mal wieder diesen Boden. Warum mich nun besagte Unruhe ergriff – das Buch lag bereits zu zwei spannenden Dritteln hinter mir und … Read More »