Jane Austen: Verstand und Gefühl.

Serviert mit: Englischem Teegebäck

Dazugehört: Edvard Grieg

Oh ja, ich hab es geschafft.

Und Miss Austen auch. Sie hat mich heute morgen noch in der U-Bahn die letzten Seiten lesen lassen.
Ich muss gleich vornweg sagen: Emma gefiel mir besser. Ob das wohl daran liegt, dass Jane damals schon älter (und stilsicherer) war?

Bei Verstand und Gefühl musste ich mich streckenweise durch Beschreibungen von vertrackten Gemütszuständen und Gesellschaftsbeschreibungen quälen, bis wieder ein Austentypischer Lichtblick auftauchte. Dann aber richtig.

Es ist einfach herrlich, zu lesen wie Marianne den gleichen Naivitäten unterliegt, wie jede Pubertierende heute auch. Außerdem sind ihre Protagonistinnen nicht gerade auf den Mund gefallen. Wie da ganz wortgewandt fiese Spitzen verteilt werden, ist ein Spaß für sich. Eloquent beleidigen, da kann man bei der feinen britischen Dame noch so einiges lernen.

Am Ende siegt der Verstand und beide Schwestern heiraten die vernünftigste Variante. Da kommt mir ein bisschen das große Gähnen. Ich will mehr Scarlett! Mehr Bridget!

Zusammengefasst, eine Geschichte um zwei Lieben, wie sie wahrscheinlich jedes große Mädchen selber schon erlebt hat. Kann man lesen, muss aber nicht.

Übrigens habe ich jetzt endlich mal Emma, den Film angeschaut – und war „in höchstem Maße entzückt“ über die junge Miss Paltrow. Definitiv etwas für lange Winterabende.

Mehr, mehr, mehr

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